Berufung

Meine Ahnen waren einfach(e) Menschen. Und ganz selbstverständlich waren sie Heilerinnen, Weise, Schamanen, Medizinleute… Worte und Begriffe, die wir so lange nicht begreifen und die lediglich Worte bleiben, bis wir es selber leben.

Speziell die Heilarbeit meiner Anneanne (türkisch: Muttermutter <> Großmutter müttlerlicherseits) war für mich als Kind und danach noch viele Jahrzehnte – bis vor wenigen Jahren – vollkommen unbegreiflich und unverständlich.
Wie auch? Denn wie soll man als Kind, Heranwachsender und Erwachsener in einer konformistischen, opportunistischen und durch und durch zivilisierten Gesellschaft auch an Geister, Gebete, Krafttiere, die Kraft der Liebe und ein natürliches, naturverbundenes, spirituelles Leben glauben – und ein solches Leben auch noch leben?!

Irgendwann habe ich angefangen, auf (m)eine innere Stimme zu lauschen, zu hören, zu vertrauen, mich darauf einzulassen, auf das Leben einzulassen, dem Ruf nachzugehen, meiner Berufung zu folgen, um meinen Beruf zu finden, der mir Spaß macht, mich erfüllt und dies mit anderen Menschen zu teilen und zu leben. Und so gehe ich meinen Weg und lebe mein Leben.